Chiang Mai
Sukhothai
Weberei
Schulprojekt Ban Thawet
Schulprojekt Nai Thawet
Besuch der Patenkinder
Old Sukhothai
Bangkok
Fotogalerie
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Auszug aus dem Reisejournal einer Reise von 20 Mitgliedern, Paten und Sponsoren von „Thai help e.V.“.
- Organisiert vom Vereinsvorstand
- finanziert von den Reisenden aus eigenen Mitteln
Ziel unserer Reise:
Land und Leute sowie die Situation der Patenkinder, deren Familien und die vom Verein geförderten Projekte vor Ort kennen zu lernen.
Reisezeit: vom 04.02. bis 22.02.07
Chronologie einer Traumreise - eine Erinnerung an gemeinsam erlebte Tage, zu empfehlen für Leute, die schon alles gesehen, gerochen, geschmeckt und erkundet haben!
Zum Eingewöhnen nach Chiang Mai, im Norden von Thailand
Unsere Reise begann in Chiang Mai, der Rose des Nordes, mit rd. 200.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt des Königreiches. Rund 800 km von Bangkok entfernt unterscheidet es sich mit seiner ethnischen Vielfalt und Kultur wesentlich vom Rest des Landes.
Durch seine geographische Lage ein idealer Einstieg um sich an das, für uns Europäer in dieser Jahreszeit, im Unterschied zur Heimat, doch sehr konträre Klima zu gewöhnen.
In diesen ersten Tage in Thailand lernen wir aber auch die thailändische Mentalität kennen - für die, die das erste Mal damit konfrontiert sind, mit Sicherheit manchmal eine echte Herausforderung - die uns Ruhe und Gelassenheit lehrt; und den absoluten Kontrast zum pulsierenden und chaotischem Verkehr darstellt, der hier scheinbar Tag und Nacht herrscht.
Ruhig und entspannt entdecken wir dafür, auf den Rücken sanftmütiger Riesen (Elefanten), in luftiger Höhe, bei einer Fahrt auf Bambusfloßen und zu Fuß das landschaftlich wundervolle Umland.
Die Stadt erobern wir in luftigen 10er Taxibussen und bekommen dabei einen ersten Eindruck von der, den unterschiedlichen kulturellen Einflüssen – burmesisch, chinesisch, laotisch - ausgesetzten Architektur, dem kreativen und hochwertigen Kunsthandwerk und den herrlichen Heiligtümern des Buddhismus.
Natürlich besuchen wir auch den einige Kilometer ausserhalb liegenden berühmten Tempel Doi Suthep, der sich 1.600 hoch über der Stadt erhebt. Eine mit Naga Schlangen verzierte Treppe die mit 300 Stufen, zum Heiligtum führt, bringt uns ganz schön ins schwitzen. Aber der Aufstieg lohnt sich! In der Mitte des Wat steht ein goldschimmernder Chedi, auch der atemberaubende Panoramablick entschädigt uns für unsere Anstrengung.
Der Besuch in einem Bergdorf – früher wurde hier Opium angebaut - eröffnet uns einen kleinen Einblick in die unterschiedlichen Völkergruppen die hier im Norden die Kultur und Lebensart Thailands mitprägen.
Scharf und exotisch genießen wir jeden Tag an fast jeder Straßenecke - sogar Fast Food ist auf Thai schmackhaft – die Thailändische Küche.
Die abendlichen Sightseeingtouren durch den Nachtmarkt zeigen uns alles was das Land an Originalen(ität) und Fälschung zu bieten hat – hier findet man alles, was Frau und Mann nicht wirklich braucht, aber dennoch ist jeder Besuch ein Erlebnis.
Fahrt nach Sukhothai, zu unseren Thai help Projekten
Nach knapp einer Woche zum Eingewöhnen reisen wir mit dem Local Bus weiter – zum primären Ziel unserer Reise nach
Sukhothai. Die 6 stündige Fahrt, auf überraschend gut ausgebauter Straße, vergeht wie im Fluge es gibt unterwegs viel zu sehen, die Landschaft und die Vegetation ändern sich kontinuierlich. In Sukhothai werden wir herzlichst vom „Thai help e.V.“ Koordinator Banthoeng empfangen. Mit dem Sponsoring-Taxi des Vereins fahren wir zu unserem Hotel „Ruean Thai Guest House“.
Ein wundervolles Haus, das aus liebenvoll renovierten typischen alten Thaihäusern, die aus Teak konstruiert sind, besteht und jeden Komfort bietet. Der kleine Pool in der Mitte, des im Quadrat angelegen Objektes lädt immer wieder zu einer erfrischenden Pause, unseres interessanten Rahmenprogramms ein.
Besuch Projekt Weberei
Der erste offizielle Teil der Reise steht auf dem Programm. 2 Taxibusse fahren uns zur Weberei des Vereins, die komplett aus Vereinsbeiträgen aufgebaut wurde. Kinder lernen hier das Weben – einige Kinder zeigen uns durch beeindruckende Lehrvorführungen, dass unsere Beiträge gut angelegt sind und unsere Hoffnung scheint sich zu erfüllen, dass wir den Kindern damit einen Weg für eine berufliche Zukunft eröffnen. Die Weberei wurde auf dem Grundstück der Familie Banthoeng errichtet, sie stellt dem Verein diesen Teil Ihres Grundstückes dafür kostenlos zur Verfügung. Zwischenzeitlich trägt sich das Webereiprojekt durch den Verkauf der hier hergestellten Produkte fast selbst.
Unter Führung von Banthoeng bestaunen wir nachmittags den Skulpturenpark
Wat Thawet. Bathoeng’s Vater hat diesen einzigartigen, so genannte „Learning Garden“, gegründet und eigenhändig erschaffen. Ziel des Gartens ist es, vor allem Kindern auf bildliche Weise, durch die Vielzahl von Skulpturen, das Leben und die Lehre Buddhas nahe bringen. Es ist schon beeindruckend was ein einzelner Mensch durch seine starke Willenskraft schaffen kann.
Der Verein hat sich auch zur Aufgabe gemacht, kulturelle Einrichtungen zu fördern. Deshalb unterstützen wir immer wieder durch „Farbspenden“ die witterungsbedingt (Monsun) in Mitleidenschaft gezogenen Bauwerke. Das Wat Thawet (Learning Garden) wird in den letzten Jahren auch in vielen Reiseführern erwähnt.
Besuch Schule Ban Thawet
Ban Thawet hat sich durch die Unterstützung von „Thai help e.V.“ seit einigen Jahren sehr gut entwickelt. Es wurden Zuschüsse zu dringenden Umbaumaßnahmen gegeben. Eine Bibliothek für die Kinder wurde geschaffen, PC’s und Internet-Anschluss angeschafft und diverse Lehr- und Lernmittel zur Verfügung gestellt.
Seit neuestem wird für interessierte Kinder Unterricht in traditioneller Thai-Massage gegeben. Um den Kindern in Zukunft eine derartige Ausbildung zu ermöglichen konnte ein Großmeister in klassischer Thai-Massage gewonnen werden, der die Kinder unterrichtet. Bisher wurden vom Verein die Matratzen für die Massage gesponsert – weitere Aktivitäten sind geplant.
Nach offizieller und herzlicher Begrüßung lauschen wir durch die offenen Türen dem Unterricht und sind ganz leise, um die Kleinsten- denn auch ein Kindergarten ist hier untergebracht - nicht beim Mittagsschlaf zu stören. Aber auch die ersten Annäherungen mit den Eleven finden statt: auf dem Rasen beim Sport, beim Bestaunen der mitgebrachten Technik „Videos auf dem Fotoapparat“ und beim dabei entstehenden „Thai-Englisch Unterricht“, der sich beim Versuch der gegenseitigen Verständigung ergibt.
Die junge Schar beim gemeinsamen Mittagessen zu erleben ist beeindruckend, – es geht sehr diszipliniert und rücksichtsvoll zu.
Anmerkung: das Essen der Kinder wird durch Vereinsspenden finanziert. Ein Ziel des Vereins ist es, den Schülern eine warme Mahlzeit am Tag zu ermöglichen. Das Mittagessen ist ein zusätzlicher Anreiz für die Eltern, ihre Kinder in die Schule zu schicken.
Hier treffen wir auch die Lehrerin Supap, die sich im Namen von „Thai help e.V.“ um die Patenkinder kümmert.
Besuch der Schule Nai Thawet
Auch hier ein herzlicher Empfang. Beim gemeinsamen Malen schmilzt das erste Eis und der Kontakt zu den Kindern ist hergestellt; Patenkinder werden ihren Paten vorgestellt. Mit einem phantastischen „Showprogramm“ bedanken sich die Kinder und die Schulverantwortlichen für unser Kommen und die Unterstützung durch den Verein.
Einige Kinder zeigen uns ihre gemalten Weihnachtsmotive. Die schönsten Bilder werden im darauf folgenden Jahr vom Verein auf Weihnachtskarten gedruckt und verkauft. Der Erlös kommt dann wiederum dem Verein zu Gute.
Der Verein hilft auch in diesem Dorf gezielt einzelnen bedürftigen Kindern mit Patenschaften.
Die Schule Nai Thawet wird seit einiger Zeit ebenfalls durch Vereinsspenden für Mittagessen, Kauf von Mal- und Zeichenbedarf und die Anschaffung von Computern unterstützt. Allerdings ist diese Schule noch deutlich vom Niveau von Ban Thawet entfernt und wir werden uns noch kräftig engagieren müssen. Der Schulleiter ist hier ein junger, sehr engagierter Mann, so dass wir den Eindruck gewinnen hier gemeinsam viel bewegen zu können.
Besuch der Patenkinder
Ein Teil dieser Reise sollte insbesondere den Paten die Möglichkeit geben, ihre Patenkinder in ihrer gewohnten Umgebung zu erleben und die Erziehungsberechtigten kennen zu lernen. Daher stand jeden Tag auch der Besuch von Sponsorship-Kindern auf unserem Programm. Ein spannender und beeindruckender Teil dieser Reise, der wohl bei vielen von uns unbeschreibliche Eindrücke hinterlassen hat.
Vor Ort bekommen wir deren Lebensumstände hautnah mit. Es herrscht große Betroffenheit - für uns kaum vorstellbar - leben die meisten Familien in einfachen Holzhütten, die auf nacktem Sandboden stehen. Es gibt keine sanitären Einrichtungen und teilweise keinen Strom. Die Menschen schlafen direkt auf dem Boden. Die, die wir bereits länger unterstützen, konnten für die Kinder Matratzen und teilweise auch Moskitonetze anschaffen. Trotz der aus unserer Sicht enormen Armut wurden wir herzlich und mit großer Gastfreundschaft empfangen.
Das Schicksal eines unserer Patenkinder berührte uns besonders: Die kleine Phansa hat seit Geburt eine Gaumenspalte, die ihr u.a. das Sprechen sehr erschwert. Bleibt das Handicap unbehandelt, wird sich das intelligente Mädchen nie richtig verständigen können. Nach Diskussion und Einholen von medizinischen und therapeutischen Informationen, entscheiden wir spontan, die Operation inkl. Nachsorge aus Vereinsgeldern zu finanzieren.
Weitere Höhepunkte in Sukhothai
Besichtigung der heiligen
Ruinenstadt Old Sukhothai. Neben unserem „Thai help e.V.“ Programm wollen wir aber auch hier in Sukhothai ein wenig in die Kultur eintauchen – sogar ein unbedingtes Muss in der Hauptstadt des ersten Thai Königreiches. Auf gemieteten Fahrrädern und mit Hüten vor der Sonne etwas geschützt erradeln wir uns unter der Führung von Banthoeng das weitläufige Gelände. Von einem Tempel zum nächsten, von einer sakralen Skulptur zur nächsten Buddahstatue. Wir können uns vorstellen, dass dies die Wiege Thailands ist.
Wir nehmen in dem Tempel Wat Thawet an einer buddhistischen Zeremonie teil. Umringt von Mönchen mitten im kleinem Wat werden alle sehr andächtig. So etwas haben wohl nur wenige Europäer erlebt!
Ein unvergessener Abend bei Banthoeng, unserem Koordinator. Beim Eintreffen auf seinem Grundstück herrscht großes Erstaunen, wie man einen unscheinbaren Innenhof, den wir von unserem Besuch in der Weberei her kennen, so wundervoll verwandeln kann! Der ganze Hof ist mit Lampen illuminiert, um einen Springbrunnen sind Teppiche ausgelegt auf denen kleine Tische stehen, an denen wir am Boden sitzend den Abend unter freiem Himmel verbringen. Einheimische Köstlichkeiten werden serviert, dazu ein Programm aus Tanz und Gesang – auch wir tragen zum Gelingen des Abends bei und bedanken uns bei unseren thailändischen Gastgebern mit einem Auftritt unseres Vereinschores „Thai help Singers“, den wir auf die Schnelle gegründet haben. Zum Abschluss lassen wir gemeinsam Papierballone in den Abendhimmel steigen, die all unsere Sorgen forttragen - gibt es eine Steigerung?
Am vorletzten Tag ist nachmittags eine Get-together-Party angesagt, von „Thai help e.V.“ initiiert und von den Mitreisenden finanziert. Organisiert wurde das Fest von den Lehrern, den Sponsorship-Kindern und deren Erziehungsberechtigten. Heimische Speisen und Getränken werden gereicht, eine Schülerkapelle spielt traditionelle Weisen. Die Stimmung ist fröhlich und ausgelassen, so dass es Jung und Alt auf die Tanzfläche zieht. Wir sind beeindruckt von so viel Herzlichkeit - die anfängliche Scheu auf beiden Seiten – ist im Laufe des Festes wie weggeblasen.
Ein letztes Highlight ist der letzte Abend in Sukkhothai. Wir haben die beiden Schulleiter und die thailändischen Koordinatoren, Banthoeng und Supap, zu einem köstlichem Essen bei Tanz und Karaoke in unsem Hotel „Ruean Thai Guest House“ eingeladen. Zu aller Überraschung hat die die Dame des Hauses die weiblichen Mitreisenden in prächtige traditionelle Gewänder gehüllt, so dass sich alle wie thailändische Prinzessinnen fühlen konnten. Diese Geste wird nicht jedem Gast zu teil, die Hotelbesitzer schätzen sehr unser soziales Engagement.
Unsere letzte Station Bangkok
Für diese Reise wählen wir das Fluzeug, zu Recht, denn der Flughafen in Sukhothai ist sehenswert! Unbeschreiblich provinziell besteigen wir die Maschine und „Propellern“ gen Süden. Vom uns schon bekannten Flughafen Bangkok gelangen wir nun auf zum Teil 4-spurigen Straßen in unser doch für diese Großstadt beschauliches Hotel „NewSiam II Guest House“. Es liegt im sog. Traveller- Viertel, das sich bestens zu Fuß erkunden läßt – und so manchem Schnäppchenjäger wie ein Eldorado vorkommt.
Durch die Nähe zum Chao Phreya River , dem „Fluß der Könige“ und seine Kanäle, den Klongs, haben wir von hier die Möglichkeit, schnell und billig die Stadt zu erkunden.
Für eine spannende Klongfahrt werden wir uns schnell mit 2 Schiffern einig, um in zum Teil rasanter Fahrt das Wasserlabyrinth zu erleben - eine kleine erfrischende Dusche inklusive.
Um vor den Touristenströmen den Königspalast und den Tempel Wat Phra Kheo zu besichtigen, schippern wir mit den auf dem Fluß verkehrenden Linienschiffen schon früh zum Heiligtum und besichtigen die goldene Pracht.
Auch der größte liegenden vergoldete Buddha der Welt im Wat Phra Pho wird uns unvergessen bleiben.
Ein unbedingtes Muß in Bagkok, der Besuch der schwimmenden Märkte Floating Market und dem pulsieren Treiben im Chinese Quarter.
Den abendlichen Ausklang – so auch den letzten - verbringen wir in einem kleinen Lokal am River, dass wir gleich am ersten Abend entdeckt haben: unsere Oase der Ruhe in einer bezaubernden aber Tag und Nacht pulsierenden Metropole. Einen schöneren Abschluss in Bangkok gibt es nicht!!
Für die hervorragend organisierte Reise danken wir dem Vorstand von Verein Thai Help e.V.! Wir fühlten uns fern der Heimat alle sehr wohl!!
Die Einsicht in die Projekte, die wir auf dieser Reise gewonnen haben, bestätigt unsere Entscheidung uns weiterhin in Zukunft mit Leidenschaft zu engagieren.
Unter dem Eindruck der Reise sind die nächsten Hilfsmaßnahmen bereits in Planung - siehe Projekte
Sie möchten sich auch einbringen und Mitglied oder Pate im Verein Thai help e.V. werden?
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